Travel // Arolla

18:28

Es geht weiter im Travel Bereich meines kleinen Blogazines.

Nach unserem Aufenthalt in München sind wir weiter Richtung Schweizer Alpen. Ich wandere gerne und weil man das wunderbar mit dem Hund machen kann wollte ich gerne Bergluft schnuppern. Irgendwo in den Weiten des World Wide Web bin ich auf die Seite von Camping Arolla gestossen, der am höchsten gelegene Campingplatz in Europa und zwar in 1950m Höhe. Ja, da wollte ich hin. Gesagt, getan. Arolla ist 620km von München entfernt, ca. 6,5 Std, da man aber viele Schlingen in den Pässen fährt dauert alles schon sehr lange aber man sieht unfassbar viel Bergland und Natur. Wir haben eine Ausfahrt verpasst und landeten direkt auf dem Furka Pass was unser Glück war. Unglaublicher Ausblick! Der Weg nach oben war schon sehr eng und dann kamen uns noch andere Autos entgegen. Ich bin ja eher so ein ängstlicher Beifahrer aber David liebt das abenteuerliche Autofahren und somit waren wir schnell und sicher oben.





Unser Spainmobil ist nicht das neueste Auto aber es führte uns schon sicher quer durch Europa. Hier stehen wir grad oben beim Furka Pass angekommen um Fotos zu machen. Man muss die ganze Zeit fotografieren. Es ist so unglaublich schön da oben und die Luft ist wunderbar.
Furka Pass / Abfahrt Richtung Tal

Mein Hund Tosiek ist ja eigentlich eine Bergziege. Er wurde in den polnischen Karpaten geboren und liebt Berge. Hier in 2429m Höhe.

Kurz waren wir fast allein auf dieser Weide aber 5min später kam der erste Reisebus mit ü60 Wanderern aus Italien.

Als wir den Pass hinter uns gelassen haben, fuhren wir durch die typische schweizerische Architektur. Alte Holzhäuschen, Röschti Wirtschaften und überall Bergkäse Verkaufsstände. In der Schweiz existieren Unmengen an Aprikosenbäumen, war mir bis dato nicht bekannt, und wir deckten uns mit einem Kilo Aprikosen aus dem Kanton Wallis ein zu einem auch typischen Franken Preis von umgerechnet 8€ das Kilo.








Nachmittags erreichten wir sehr entspannt unseren Campingplatz, der durch gute Ausschilderung leicht zu finden war.


Der Blick auf Camping Arolla von der ersten Anhöhe
Nachdem wir aufgebaut haben wollte ich direkt los in die Berge also ich hörte wie sie mich gerufen haben. Da ich eher so ein Lust und Laune Wanderer bin und nicht Profi lief ich in Vans los, was dazu führte, dass uns jeder zweite entgegenkommende Wanderer sagte, dass ich das nicht schaffe. Ich suchte mir eine einfach Route aus, 7km und nicht zu steil. Der Campingbesitzer meinte, dass das machbar ist in der Zeit und da ich ein Dickkopf bin wollte ich da hoch zum Lac Bleu. David war super genervt weil er Angst hatte ich breche mir jede Minute mein Bein. Auf Holz geklopft, nichts ist passiert.





Aus unserem Zelt heraus konnte man die wunderschönen Berge sehen und die komplette Ruhe geniessen sowie den köstlichen Bergkäse. In dem kleinen Campingshop konnte man alles kaufen was das Camperherz begehrt und der Hund fühlt sich derbe wohl wie man sieht.
Auf dem Campingplatz ist Leinenpflicht, was verständlich ist da die Hunde sonst alles vollpissen würden. Die Anzahl der Camper war auch übersichtlich, viele Hunde und Familien und alle waren unfassbar ruhig. Kein Feiern kein Gesaufe apres Berg und kein Gelabber.



LAC BLEU

7km Route und 2090m hoch; wunderbar für die erste Wanderung. Es gibt eine einfache und eine etwas steilere Route. Leider konnten wir die Beschilderung nicht wirklich lesen und landeten wohl auf dem steileren Weg, was uns nicht abhielt hochzusteigen.




Ich würde lügen wenn ich sagen würde, der Aufstieg war ein Klacks. Es war super anstrengend. David sagt immer ich pumpe wie ein Maikäfer. Wandern ist so ne Sache. Es ist nämlich gar kein Spaziergang wie man sich das so denken würde, nein es ist unfassbar anstrengend. Aber so lernt man sich und seinen Willen gut kennen. Man sucht sich eine Route aus und will diese wandern egal was kommt. Ich suche mir auch schon entspanntere Routen aus aber ich will die dann auch laufen mit pumpen und Pausen. David schaute gar nicht mehr zurück weil er sich das Übel nicht mit ansehen wollte aber ich blieb eisern und wir erreichten nach 3 Stunden den blauen See: Lac Bleu!












 Die Fotos sind alle ohne Filter. Die Aussicht da oben war grandios und der See malerisch schön. Er war blau und zwar sehr blau und ich dachte noch man könnte da etwas schwimmen aber nachdem ich kurz meinen Fuß reingehalten habe und er mir fast abgefroren ist wollte ich doch nicht mehr schwimmen und so liefen wir einmal zweimal um den See und hielten ein in einer Berghütte auf einen Kaffee.


GLACIER D'AROLLA

Da wir uns inmitten von den Arollagletschern befanden war klar, dass ich auch da rauf will. Da wir aber nach der ersten Wanderung so Muskelkatern hatten einigten wir uns auf den kleinsten der quasi direkt hinter unserem Campingplatz gelegen war. Vom Tal aus sahen wir auch etwas Schnee auf dem Gletscher liegen doch die Sonne machte uns einen Strich durch die Rechnung es war nämlich ungewohnt warm in den Bergen. Also eigentlich zu heiss für eine 5km Route und so liefen wir einfach nur los bis wir nicht mehr konnten. Bis zum Gletscherfuss haben wir es geschafft und das reichte auch schon. Toshi pumpte und wir schwitzten aus allen Löchern. Und so machten wir unsere Bilder und liefen eine andere Route zurück.
Im Camp angekommen checkte ich im Netz was man da oben noch alles sehen konnte. Der ganze Campingplatz hat W-Lan, great!, und ist Umgeben von Gletschern. Man kann von Gletscher zu Gletscher laufen aber dafür waren wir nicht vorbereitet. Aber ich weiß, dass ich auf alle Fälle hier hin zurück kommen werde und ich kann es jedem nur empfehlen.


Im Hintergrund sieht man toll den großen und kleinen Gletscher. Mitten durch fließt ein Bach mit dem Bergwasser. Zuerst machten wir uns zum großen Gletscher auf wie man hier auf dem rechten Foto noch sehen kann aber auf halben Weg und derber Steigung kehrten wir um und liefen zum Fuß des kleinen Gletschers hin am Fluss entlang.



Meine Bergziege aka Tosiek the dog dachte er ist im Hundehimmel. Jeden Tag Wanderungen alles ohne Leine, Natur pur und nur freundliche Menschen. Es waren auch nur wenige Leute unterwegs was das rum laufen sehr angenehm machte. Dem Hund machte auch das kalte Wasser nix aus und er lief teilweise im Bach bis man ihn wieder gerufen hat. Ganz losgelöst konnten wir ihn auch nicht laufen lassen da es überall Leinenpflicht Schilder gab aber da es so warm war und nicht viele Wanderer unterwegs waren, agb es auch keine Kontrollen. 




DES WANDERN IST UNSERE LUST. Angekommen. Familienfoto.























Danach haben wir unseren Muskelkater auskuriert, uns mit Bergkäse und Weinschorle volllaufen lassen und sind nach einpaar Tagen weiter Richtung Spanien gefahren.
Ich kann wirklich jedem diesen Campingplatz empfehlen. Man muss nicht viel, man kann.
In der Nähe ist ein Hotel mit super leckerer Karte und Kaffee. Es gab Paare da, die mit ihren Babys gewandert sind; mit diesen Wanderrucksäcken, die ich sehr mag. Die Luft und die Bewegung sind gut für Kopf und Geist und der Zeltplatz ist absolut erschwinglich. So das war die Schweiz als nächstes gibt es wieder was Tolles aus Sevilla zu berichten.











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